
TEESTUBE in der Jurte, am Kamin
WANDERVOGEL-TEESTUBE: Der Rabenhof ist das Zentrum des Wandervogelbundes. Gäste sind willkommen. Sei herzlich willkommen. Neuen wird das Mitmachen leicht gemacht. Wir zünden Kerzen oder ein Feuer an. Wir singen ein Lied oder sprechen nach Wunsch über Feste, Fahrten, Gruppen, Themen besprochen, neue Referenten, Lieder, Musizieren, Tanzen, Wandervogel, Arbeitsmaterial, das Wandervogelarchiv oder auch über Literatur und ganz freie Themen. Der Rabenhof ist in 19258 Greven-Lüttenmark, zwischen Boizenburg und Zarrentin an der B 195, ca. 50km östlich Hamburgs – Fahrradweg von Boizenburg-Bahnhof 12km Richtung Zarrentin/Schaalsee, BAB Hamburg-Berlin Abfahrten Gudow oder Zarrentin. Bahnhof: Boizenburg mit Rufbus bis Lüttenmark, Fahrradfahrer auch von Schwanheide 8km, Büchen 18 km.ZAUBERNACHT MIT MANDELTSCHAI Die Zaubernächte in der Bundesnächte am Feuer sind bei uns berühmt,besonders für die, die in der Nacht von Freitag auf Sonnabend dabei sind. Das ist bei uns die Einleitung für ein herrliches Wochenende. SängerInnen und Musikanten sehen zu, dass sie schon am Donnerstag, spätestens am Freitag bis 20 Uhr auf dem Rabenhof in Lüttenmark sein können. Nicht umsonst nennen wir die Freitagnacht die Zaubernacht mit Herzenslieder, am Feuer, wie unsere Ahnen meist bis vor so 200 Jahren. Wir singen alte und neue Lieder. Am wichtigsten ist uns, dass der Text stimmt und möglichst auf Deutsch ist für jeden. Und es gibt auch nicht wenige alte Lieder, die wunderschön sind. Wir haben auch einige gute Erzähler. Und nicht selten gibt es auch mal einen Clown, der kommt oder einfach lustige Lieder. Das Abschiedslied ist oft Tucholskys „Gute Nacht, auf Wiederseh’n Marie“. Oft fangen wir mit Fahrtenliedern der Welt an oder mit Liebesliedern.
Tschai Tschaigeschichte Tschaisprüche UnserMandeltschai gehört bei uns zu den Jurtennächten Ernährung – Essen – Verpflegung – Zucker – Süßstoff – Alkohol 2.2.25 Du wirst sehen, wir lehnen einiges ab, sind keine Puristen, aber respektieren die, die wie üblich essen und trinken. Alkohol für Kinder und Jugendliche lehnen wir entschieden ab.
LEBENSGESTALTUNG – FAHRT- UND LEBENSREGELN – STÄRKE UND GLÜCK Gespräche übers Eingemachte, Tacheles reden, nicht verschweigen, was gesagt sein soll. – Unsere Gesellschaft, selbst Familien und Freundschaften klammern wichtige Gespräche mit ungewohnten Themen oft aus, aus Scham, Vertrauensmangel, mangelnder Übung. Wozu sind wir Bund mit Verbundensein? Auch, um uns gegenseitig zu stärken, weiter zu bringen, uns gegenseitig zu unterstützen. Unser Vorteil ist, einiges frei und weiterführend aus der Vogelperspektive betrachten zu können.
Erzählkunst
Einiges davon gibt es bei uns schon. Anne und Brigitta sind Meisterinnen im Märchenerzählen. Hedo kann sehr gut Balladen vortragen. Einige können wunderschön singen und Lieder vortragen. Poesie ist beliebt bei uns. Das Erzählen von Alltags- und Fahrtenbegebenheiten und das Aufschreiben dieser Erlebnisse ist bei uns noch wenig entwickelt. Wir sehen uns noch zu selten. Unsere Wochenenden sind so voll mit Programm, dass wir zu wesentlichen Sachen zu wenig kommen. Wir sehen uns zu selten. Es ist sehr schön, dass wir die Schwerpunkte Musik, Singen und Tanzen haben. Doch das Erzählen Und Vorträgen soll nicht zu kurz kommen. Es ist schön, wenn die Tanzgruppe ein paar Tänze zeigt und zum Mittanzen auffordert. Es hat mich beglückt, als die Feuersänger beim Wandervogelmaien sangen. Und die Märchenstunde von Anne und das Märchen von Brigitta waren Highlights unseres Treffens. Wenn nun Alltags- und Fahrtenerlebnisse erzählt werden, sollten wir auch dazu kommen, sie aufzuschreiben oder zu filmen, damit wir sie im „Wandervogel“ auch denen schenken können, die nicht dabei sein können. Die Erzählkunst bei mehreren in unserem Bund zu entwickeln, ist eine Möglichkeit, neue Erzähler zu gewinnen und mit dem Erzählen auch anderen Freude zu bringen und f¸r unsere Fahrten und Feste zu interessieren.
GASTFREUNDSCHAFT
Es ist schon verrückt. Wir sitzen beieinander bei Kerzenschein, und die Gedanken purzeln nur so, das Brainstorming erübrigt sich, so viele gute Vorschläge kommen von selbst. Aber eins ist klar: Die so gut bewährte Struktur bleibt. Und die Bonbons werden auf eine Perlenkette aufgezogen und inszeniert. Ein paar begnadete Intendanten haben wir, würden uns auch sehr über weitere freuen. Meldet Euch, die Ihr es geschafft habt, im egoistischen BR-Moloch heranzureifen. Es gilt einiges weiterzuentwickeln: Die Jurtenkultur, die Wandervogelolympiade, das Feuersingen, die Elbrabenbigband, die Festtafel, den Morgenkreis, das Allspeel, das Einladen, das Gewinnen mehr Jüngerer, die Liedersammlungen, die Wanderkultur. Das alles mit Gastfreundschaft und Freude ohne Nazis.
Wandervogelgespräche
Bei kleinen Bünden kommt es noch viel mehr auf den Einzelnen an. Da wir auch Ältere Nichtbündische aufnehmen desto mehr. Unsere Kerngruppe des Lüttenmarker Wandervogels bringt die Belange unseres Wandervogelhauses auf die Reihe. Für die Weiterentwicklung unseres Wandervogels brauchen wir weitere gestandene undogmatische Wandervögel, die unseren Lebensbund in gemeinsamem Gespräch voran bringen. Bisher kommen die wenigen Traditionellen mit der Mehrheit der Ökos und Waldorffreude meist klar.
Gespräche miteinander
„Wenn du lange mit jemandem zusammengelebt hast, wird du ständig denken: „Was ist denn bloß los?!So toll wie früher ist es auch nicht mehr, aber das ist ja na- türlich. Der erste Blütenstaub ist hin. Aber so ist das nun mal.“ Ich bin gar nicht dieser Meinung, aber ich denke, du müsstest dir eigentlich ständig diese Frage stellen – und zwar mit schonungsloser Offenheit: „Ist meine Freundschaft über- haupt noch Freundschaft?“ „Ist meine Ehe überhaupt noch Ehe?“ Ist das sakrale Element noch da?“ Genau wie die Frage nach dem sakralen Element in deiner Arbeit: „Ist es noch da?“ Glaub mir, es ist ein ziemlich schreckliches Erlebnis, plötzlich sagen zu müssen: „Mein Gott, ich dacht, ich hätte mein Leben gelebt, aber ich hab überhaupt nicht gelebt. Ich hab die Rolle des Vaters gespielt ebenso wie die des Ehemannes. Ich hab die Rolle des Gauners, des Regisseurs gespielt. Ich hab mit jemandem im gleiche Zimmer gelebt, hab ihn aber nicht bemerkt. Ich hab ihn auch niemals gehört, war nie wirklich mit ihm zusammen.“ W Ja, ich weiß, manche Leute, die leben oft völlig aneinander vorbei. Ich meine, das Gesicht des Betreffenden könnt sich in ein Wolfsgesicht verwandeln- und es würde gar nicht auffallen. Es würde gar nicht auffallen. Nein, es würde gar nicht auffallen. (Aus „Mein Essen mit André“ Film von Louis Malle)
Wandervogelgespräche Gruppengespräche zu Dynamik und Verbesserung
Wandervogel heißt Bewegung. Alles ist unterwegs, allesfließt. Das Leben ist Wandern.. Mit sich allein oder mit mehreren im Gespräch. Gespräche am Runden Tisch für uns, den Bund und die Kinder. Wir haben die schöne Aufgabe eines dauerhaften Gesprächs vor uns. Die Neuen brauchen Paten und können dabei sein. Mich freut, dass die Gespräch in Gang kommen. Noch per Mail, Telefon und bei Besuchen meist zu Zweit. Mit wichtigen Ergebnissen, persönlichen Aussagen, unerwarteten Ergebnissen, teils guter Kritikfähigkeit, teils höherer Engagements Bereitschaft, als erhofft, mit ganz privaten Aussagen…. „Ich würde viel öfter dabei sein, wenn mein Partner auch mitkäme. Allein bringe ich es noch nicht.“ „ „Ich komme besonders wegen des Tanzens und wegen Euch. Leider spiele ich mein Instrument immer noch nicht gut genug. Doch das Singen ist magisch für mich.“ „Mir fällt es schwer, mich wohl zu fühlen, wenn einige für die anderen arbeiten und viele dumm rumstehen. Das gibt es hier selten. Fast alle helfen mit.“ „Es gibt bei uns nicht einmal ein paar besinnliche Worte am Morgen. Ich meine nicht die alten Wandervogel – Morgenfeiern. Das wäre doch leicht gemacht. Ich habe mich noch nicht getraut.“ „Von den Neuen kommen einige direkt aus der >Ichgesellschaft<, dass ich mich nicht wohl fühlen kann. Die kennen nicht das vertraute >Wir<, und ich bezweifle, dass sie das lernen wollen und können.“ „Mir fällt es schwer, alles mit allen zu teilen. Plötzlich gemeinsam ein Lied singen zu müssen. Abends im Qualm der Jurte zu sitzen. Irgendwie fühle ich mich bei Euch wohl, aberirgendwie seid ihr auch zwanghaft.“ „Vieles geht nicht wie früher. Neue Formen, Gedanken, Integrationshilfen müssen her.“
